Dienstag, 7. Februar 2012

Rezension Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien

Erster Satz:
"Wenn man in Zamonien das Bedürfnis  nach vollkommener Harmonie hatte, dann machte man Ferien im großen Wald."

Klappentext:
Der große Wald. Buntbären. Fhernhachenzwerge. Ein gemeingefährlicher Laubwof. Unsterbliche Sternenstauner. Ehrgeizige Erdgnömchen. Ein unberechenbarer Stollentroll. Kokette Elfenwespen. Geheimbären. Eine Waldspinnenhexe. Blutsaugende Flederratten. Weinende Bäume. Sprechende Pflanzen. Tanzende Pilze. Leuchtende Ameisen. Doppelköpfige Wollhühnchen. Dreiäugige Schuhus. Ein sehr alter Meteor. Schreckliche Spannung. Grausamste Bosheit. Goldener Humor. Feinste zamonische Hochliteratur. Um nur das Gröbste zu nennen. Nach die "13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär" legt Walter Moers nun seinen zweiten Zamonien-Roman vor. Mysteriöses geht vor sich im Großen Wald: Ein unheimliches Wesen versetzt die Buntbären in Angst und Schrecken, und Ensel und Krete, zwei kleine Fhernhachen-Kinder, machen sich auf, um das Rätsel zu lösen. Was ihnen widerfährt, ist selbst für zamonische Verhältnisse ungeheuerlich.




Meine Meinung:
Ensel und Krete zwei Fhernhachen Kinder verbringen mit ihren Eltern Ferien im Großen Wald, der von den Buntbären bewohnt, regiert und kontrolliert wird. Auf keinen Fall dürfen die festgelegten Wege verlassen werden, denn der Teil des Waldes, der von den Buntbären nicht kontrolliert wird, ist voller Gefahren. Nicht nur Gefahren sondern Abenteuer, so denkt Ensel, dem es schnell langweilig wird in der Buntbärenstadt. Also betreten die beiden den Gefährlichen Teil des Waldes und schon gibt es kein Entrinnen mehr. Lauter Gefahren warten auf sie.
Wieder einmal bin ich begeistert von Moers Kunst mit den Worten zu jonglieren. Er erfindet neue Wesen von denen man glaubhaft annehmen könnte, es gibt sie wirklich. Wie ein Film läuft die Geschichte beim Lesen vor dem inneren Auge ab. Unterbrochen von der Mythenmetzsche Abschweifung, die genau an den spannendsten Stellen von Mythenmetz hoch persönlich zwischengeschoben wird, um das Geschehen zu hinterfragen oder in das lächerliche zu ziehen oder um sich bei seinem größten Feind zu beschweren.

Der Autor lässt die beiden Fhernhachen Kinder eine Entwicklungsphase durchlaufen. Krete die am Anfang des Märchens noch die ängstliche von beiden ist, übernimmt später die führende Rolle. Ensel ist vollkommen in dem Abenteuer gefangen, lässt sich verführen und in die Irre führen ohne seine Schwester wäre er gänzlich verloren.

Auch Mythenmetz (der eigentliche Autor) führt den Leser ständig in die Irre, sodass man sich hinterher fragt was die eigentliche Handlung ist und was nicht.

Mit einem abgewandelten Ende schließt er das Märchen schließlich ab

Fazit:
Wieder eines von Moers fantastischen Büchern, das trotz seiner Kürze die Spannung bis zum Ende hält.
Auch die Illustrationen sind wieder sehr schön gelungen und tragen zum Kopfkino bei.

4 1/2 von5 Sternen

  • Obwohl die Mythenmetsche Abschweifung zur Handlung dazu gehört nervt sie mich, auch wenn das wohl so gewollt ist, ziehe ich dafür einen halben Punkt ab

Daten:
Name: Ensel und Krete: Ein Märchen aus Zamonien
Autor: Walter Moers
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Goldmann
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3442450176
Preis: 9,95€

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