Freitag, 13. Januar 2012

Rezension Geschichte Berühmter Hunde

Erster Satz:
Unter jener Menge von Tieren, welche die Natur teils zu unserem  nutzen, teils zum Vergnügen schuf, ist der Hund der interessantesten eins.

Klappentext:
Dieses Buch erzählt von Hunden, die aus Treue ein Meer überqueren und ein Kind aus dem Fluss retten, es erzählt von Hunden als Schmugglern, Schoßhündchen und Schlangenbändigern; kurzum: es erzählt von treuen Gefährten und von gewitzten wie todesmutigen Rettern. 1796 erschien die "Geschichte berühmter Hunde" und zeigt dem Leser von heute, dass "Lassie", "Rin Tin Tin" oder die "first dogs" der amerikanischen Präsidenten Vorgänger und Vorbilder hatten. A. F. J. Fréville (1749 - 1832), ein begeisterter Pädagoge und Hundefreund, hat mehr als 50 Geschichten über Hunde mit großem Sentiment niedergeschrieben, die hier - vom Herausgeber Georg Ruppelt der heutigen deutschen Sprache vorsichtig angepasst und ediert - versammelt sind, zusammen mit einem "historischen Abriss" und einer Vorstellung der verschiedenen Hunderassen.

In einem augenzwinkernden Nachwort "V.I.D.s - Very Important Dogs" schlägt Georg Ruppelt eine Brücke vom Ausgang des 18. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart und zitiert zum Schluss Friedrich den Großen mit einem Satz, der für den gesamten Inhalt des Buches stehen könnte:
"Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen." 


Meine Meinung:
Der Autor, zweifelsohne ein Hundeliebhaber, hat in diesem Buch außergewöhnlich aber wie ich finde auch gewöhnliche Geschichten über Hunde festgehalten.

In 52 Kurzgeschichten berichtet er über verschieden Taten "berühmter" Hunde. Einige bleiben bis zu ihrem Tod am Grabe ihres Herren liegen, andere beschützen ihre Herren mit außergewöhnlichen Mut und am Ende sterben sie, andere besitzen eine bestimmte List, die einen zum Schmunzeln bringt. Einige Geschichten fand ich zu übertrieben, zum Beispiel hat ein Rudel Hunde eine Riesenschlange (der Beschreibung nach ähnelt sie von Größe und Aussehen einem Drachen) besiegt. Und am Ende starben die meisten Hunde dann doch wenn sie einen großen Kraftakt ausgetragen haben. Es kann ja so oder so ähnlich passiert sein, aber ich fand schon das man hier und dort gemerkt hat, das etwas dazu erfunden wurde. Die Hunde mussten sterben um die Dramatik zu erhöhen oder das Mitleid des Lesers zu erregen. Man merkt auch, was im Nachwort auch geschrieben wurde, dass der Autor gerade die Hunde bevorzugt, weil sie besonders gut zu dressieren sind. Katzen sind für ihn "Mistvieh" das den Menschen betrügt und belügt. Einzig der Hund ist seiner Meinung nach das beste Tier. Diese Meinung ist mir etwas sauer aufgestoßen, zwar sind mir Hunde auch am liebsten aber andere Tiere dann so darzustellen fand ich dann schon arg ärgerlich.

Die Sprache im Buch wurde zwar dem Hochdeutsch angenähert, kann für Ungeübte aber schwer erscheinen. Einige Worte sind unverständlich. Vielleicht wäre ein Wortverzeichnis oder Worterklärungen in den Fußnoten hilfreich gewesen. Nichts desto trotz befinden sich in dem Buch schöne Geschichten über Hunde. Das Buch ist auch nicht zu dick so dass man es schnell durchlesen kann.


Fazit:
Ein Buch von einem Hundenarr an Hundenarren geschrieben, die vielleicht etwas mit der Sprache im Buch kämpfen müssen aber mit schönen Geschichten belohnt werden.

3 von 5 Sternen
  • zu Hundeverliebt (übertrieben)
  • schwierige Sprache/ fehlende Worterklärungen
  • für die Länge bzw. Kürze des Buches finde ich den Preis zu hoch zwar sind Illustrationen vorhanden aber selbst dafür finde ich den Preis nicht angebracht

Daten:
Titel: Geschichte Berühmter Hunde
Autor: A.F.J. Frèville (1749-1832)
Gebundenes Buch: 154 Seiten
Sprache: deutsch
Verlag: OLMS
ISBN:978-3487144399
Preis: 14,95 €

Rezension Die Wunderheilerin

Erster Satz: 
Priska riss den Mund auf.

Klappentext:  
Leipzig, Anfang des 16. Jahrhunderts: Obwohl ein Fluch auf ihm liegt, heiratet die Henkerstochter Priska den Stadtarzt Adam. Eigentlich müsste sie glücklich sein, doch sie weiß genau, dass Adam sie niemals lieben wird. Priska flüchtet sich in die Arbeit als Gehilfin ihres Mannes, schnell geht ihr der Ruf als Wunderheilerin voraus. Besonders beliebt ist sie bei den Frauen. Sie hilft ihnen, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Doch damit gewinnt sie nicht nur Freunde. Besonders ihre Zwillingsschwester Regina neidet Priska das Leben an Adams Seite ...


Meine Meinung:
Die Wunderheilerin ist der dritte Teil der historischen Roman-Reihe von Ines Thorn. Der erste Teil "Die Pelzhändlerin" handelt von Sybilla, der zweite Teil "Die Silberschmiedin" von ihrer Tochter Eva und der dritte Teil dreht sich um die beiden Zwillingstöchtern des Henkers, Priska und Regina, die von Eva aufgenommen wurden und denen sie als Lehrmädchen in ihrer Silberschmiede zu einem besseren Leben verhelfen wollte. Evas Bruder Adam ist Arzt und zugleich homosexuell, um einer Anklage zu entgehen arrangiert Eva eine Hochzeit zwischen ihm und Priska. Priska, die den Arzt sehr in ihr Herz geschlossen hat, freut sich diesen zu heiraten und als seine Gehilfin zu arbeiten. Sie setzt sich sehr für sein Ziel ein, nämlich ein Mittel gegen die, in der Stadt kusierenden Franzosenkrankheit zu finden. Jedoch hat sie auch ihre eigenen Ziele. Den Frauen helfen ohne Gefahr Liebe zu erfahren, denn sie selbst erfährt von ihrem Mann nicht die Liebe, die sie von einem Ehemann erwarten kann. Sie sucht zunächst vergebens doch am Ende findet sie die Liebe doch, dafür werden ihr aber große Steine in den Weg gelegt.

Der Schreibstil von Ines Thorn ist wie bei allen anderen Büchern von ihr sehr flüssig und unterhaltsam spannend. In dem Roman ist von der neuen Zeit/neuen Gedanken die Rede- man beginnt die Lehre der Säfte in Frage zu stellen und auch Martin Luther mit den neuen Gedanken taucht in der Geschichte auf. So ist es nicht verwunderlich, das Frau Thorn eine Frau eine so bedeutene Rolle zuspielt. In den beiden vorherigen Teilen spielen die Frauen auch eine wichtige Rolle. In allen drei Teilen wird auf die Meinung der Frauen gehört und sie übernehmen sogar Führungsposten doch wird auch ersichtlich das die Frauen nicht nur ein starkes Geschlecht sind, sondern auch typische Gefühle und Schwächen aufweisen. Diesen Leitfaden den die Autorin immer wieder mit einbringt finde ich sehr bewundernswert. Sie findet ein gutes Gleichgewicht zwischen Schwäche und Stärke, das nicht aufgesetzt wirkt sondern natürlich. Und wahrscheinlich beschreibt sie damit auch die Wahrheit, denn oft waren es wohl die Frauen, die ihre Männer dazu gedrängt haben etwas zu bewerkstellen und die sie angespornt haben an ihre Ziele zu glauben. Diese Geschichten lassen sich gut lesen auch wenn mir, wie bei jedem Buch von Ines Thorn manche Eigenheiten der Charaktere seltsam erscheint, doch auch das führt dazu, dass ich ihre Romane gerne lese.


Fazit
Ein flüssig lesender Roman von einer starken Frau, von der sich manch andere/anderer eine Scheibe abschneiden kann.

4 von 5 Sternen
  • perfekt aber irgendetwas fehlt


Daten:
Titel: die Wunderheilerin
Autor: Ines Thorn
Taschenbuch: 384 Seiten
Sprache: deutsch
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3499238574
Preis: 8,99  €

Dienstag, 3. Januar 2012

September, Oktober, November, Dezember- Rückblick

Ja von vier Monaten gibte es einen gemeinsamen Rückblick, da lesetechnisch nicht wirklich viel passiert ist dafür aber in meinem Leben aber da dies ja ein Bücherblog ist fasse ich lieber das zusammen was Büchertechnisch hier passiert ist:

Was hab ich gelesen?
Der Spielmann
Die Totenleserin
Das magische Messer
1. Teil von Panem (noch keine Rezension vorhanden da ich alle Teile zusammen rezensieren will)

Was hab ich gekauft?
1. Die Beschenkte
2. Die Sünde der Brüder
3. Tipperary
4. Rabenmond
5. Das Gold der Maori
6. Das Erbe der Königin
7.Ensel und Kretel
8. Die Silberschmiedin
9. Das Bernstein Teleskop
10. Die Wunderheilerin
11. Männertaxi 

Was hab ich abgebrochen bzw. aus dem Sub geschmissen?
1.Schicksalsgefährten
2. Die Tudors
3. Ich Henry VIII


Auf dem Sub befinden sich derzeit 28 Bücher


ohje da muss sich was ändern !!!





In Jahr 2011 habe ich 25 Bücher gelesen