Mittwoch, 21. September 2011

Rezension Der Spielmann

Erster Satz:
"Ein König hatte eine Tochter, die war über alle Maßen schön, aber dabei so schön und übermütig, dass ihr kein Freier gut genug war."

Klappentext:
Der Roman basiert auf dem Märchen von König Drosselbart

"Ein König hatte eine Tochter, die war über alle Maßen schön, aber dabei so stolz und übermütig, dass ihr kein Freier gut genug war. Sie wies einen nach dem andern ab..."
Ein Fürstentum in deutschen Landen: Der stolzen, schönen Fürstentochter Elisabeth ist kein Heiratskandidat gut genug. Eigenwillig wehrt sie sich gegen die Pläne ihres Vaters. Bis dieser die Geduld verliert und schwört, sie mit dem ersten Mann zu vermählen, der um ihre Hand anhält. Dies ist zwar ein dahergelaufener Spielmann, doch widerwillig muss der Fürst von Messelstein seinen Schwur einlösen. Elisabeth folgt dem Musikanten Jakob in eine ihr völlig fremde Welt, in ein einzig großes Abenteuer ...



Meine Meinung:
Ein dickes Buch sprang mir aus seiner Verpackung entgegen. Ein Buch das ich mir anders vorgestellt hatte. Dünner und kleiner aber nun gut jetzt habe ich es endlich geschafft es auch zu lesen. Naja knapp 600 Seiten sind eigentlich auch kein Hinderniss (wenn man mehr Zeit und keinen Stress hat).
Kennt ihr das Märchen König Drosselbart und hat es euch gefallen? Dann wird euch auch dieses Buch gefallen. Denn es ist noch spannender und romantischer als das Märchen nachdem es geschrieben ist.

Anfänglich viel es mir etwas schwer in das Buch hineinzufinden. Große Seiten die dicht beschrieben sind, keine Kapitel und französische Satzstücke liesen mich zunächst zurück schrecken. Aber wenn man sich erst mal mit der verwöhnten Prinzessin Elisabeth und den rätstelhaften Jakob angefreundet hat, dann liest es sich doch ganz gut. 
Elisabeth ist die Tochter des Königs Fürst von Messelstein sie ist eigenwillig und gebildet sie hält nicht viel von den Männern und zeigt es ihnen auch. Mit keinem will sie sich vermählen lassen und als ihre Freundinnen ihr auch noch von der Hochzeitsnacht erzählen hat sie sogar Angst davor zu heiraten. Ihr Vater lässt ihr diese Eigenwilligkeit aber nicht und vermählt sie mit dem erst besten Mann der in die Tür eintritt. Dies ist natürlich kein reicher Fürst sondern ein armer Spielmann. Elisabeths Vater hält sein Wort und verheiratet die beiden miteinander und verweist sie des Schlosses. Zusammen mit ihrem neuen Mann erlebt Elisabeth ein lebenveränderndes Abenteuer.

Wie erwähnt viel es mir schwer in das Buch hinein zu finden, aber das legt sich mit der Zeit. Die Geschichte ist sehr spannend und unterhaltsam. Der Schreibstil jedoch manchmal etwas langatmig, was als störend empfunden werden kann aber so gelingt es der Autorin die lange Reise Elisabeths sehr bildlich zu beschreiben so dass man sich alles vor dem geisitgen Auge vorstellen kann. Genauso wie die Charaktere deren Bild man sich sehr gut vorstellen kann. Wie Elisabeth die niedrigsten Arbeiten ausführen muss von denen sie nicht mal ansatzweise dachte, dass sie verrichtet werden müssen.

Das Ende kommt sehr überraschend und unerwartet. Ganz anders als man sich es vorgestellt hat. Aber wenn ihr wissen möchtet, wie die Geschichte ausgeht, müsst ihr sie selber lesen. Vielleicht wollt ihr ja dann auch gleich den zweiten Teil "Der König" lesen.


Fazit: Eine schöne Abwandlung des Märchens "König Drosselbart". Wenn man schöne verträumte Stunden erleben möchte, dann ist "Der Spielmann" genau das richtige.


3 1/2 von 5 Sternen
  • zu langatmig
  • keine Kapitel, zu dicht beschrieben, zu große Seiten machen einem das Lesen schwer
Ich danke dem Dyras Verlag und Blogg dein Buch für dieses Buch. Falls ihr es jetzt auch bestellen möchtet, dann schaut mal hier


Daten:
Name: der Spielmann
Autor: Ingrid Ganß
Verlag: Dyras
Taschenbuch: 598 Seiten
Sprache: deutsch
ISBN:  9783940855169
Preis: 14 €

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