Mittwoch, 6. April 2011

Rezension Die Teufelshure

Der erste Satz: Weihnachten 1644 war für John das traurigste Fest seines Lebens; was nicht etwa daran lag, dass die presbyterianische Kirche in Schottland die katholischen Feierlichkeiten zur Geburt Christi verboten hatte.

Klappentext: Der magische Zirkel Edinburgh im Jahre 1647. Der Highlander John Cameron hat die Pest nur durch ein Wunder überstanden. Am Rande einer Hinrichtung trifft er Madlen MacDonald und verliebt sich in sie. Dabei ist es ihm gleichgültig, dass sie die Mätresse eines geheimnisvollen Lords sei. Der Plan, gemeinsam mit ihr vor dem Lord zu fliehen, scheitert. Stattdessen wird er zum Tode verurteilt. Im Verlies erkennt John, dass Madlens Gönner Häftlinge kauft, um mysteriöse Experimente durchzuführen. Edinburgh in der Gegenwart. Die Molekularbiologin Lilian von Stahl versucht, den Erinnerungscode in menschlichen Genen zu entschlüsseln. Während eines Drogenexperiments sieht sie in einer Vision die Gestalt eines altertümlich gestalteten Schotten. Ihre Recherche führt sie zu einem Herrenhaus, wo sie auf einen Mann trifft, der jener Person aus der Vision zum Verwechseln ähnlich sieht. 


Meine Meinung: 
Die Inhaltsangabe lass ich jetzt mal weg, weil ich bei diesem Buch zu viel Angst habe, zu viel zu verraten, weil es zu viel Inhalt ist. Die Informationen aus dem Klappentext sollten reichen.

Ich muss sagen, dass mir der Anfang des Buches gefallen hat. Man hat noch nichts von den mythischen Wirrungen erfahren und fand sich im Edinburgh des Jahres 1647 wieder. Doch danach ging es los, mir nicht mehr zu gefallen. Eine Katastrophe folgte der anderen, man hatte keine Ruhe beim Lesen und einige Seiten waren so verwirrend, das man sie hätte zwei mal lesen müssen. Unter den "mysteriösen Experimenten" hatte ich mir auch was ganz anderes vorgestellt. Ich denke an diesem Punkt sollte ich verraten, dass die mysteriösen Experimente wirklich mysteriös sind! Brutal und nicht realistisch ! So viel sei zu verraten: Sie haben mit dem Stein der Weisen zu tun, der in diesem Buch existiert und auch seine nachgesagte Wirkung erfüllt. 
Das Ende jedoch (der 2.Teil) hat mir sehr gefallen, obwohl er im Jahr 2009 spielt, was ich ja eigentlich nicht so toll finde, ich mags lieber, wenn die Geschichte in vergangenen Zeiten spielt. Doch hier fand ich es gut. Der Schreibstil war plötzlich ganz anders und viel leichter.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen auch die Bösewichte. John ist der typische Highlander, stolz und ohne Angst vor dem Tod, doch sehr leidenschaftlich. Immer versucht seine große Liebe vor den Klauen des dunklen Lords zu bewahren. Madlen ist zwar an ihre Zeit als Frau angepasst, beweist aber dennoch, dass sie sich durchaus wehren kann und Selbstbewusstsein hat. Lilian ähnelt Madlen sehr (was mit der Story des Romans zu tun hat ;) ). Dann gibt es noch Johns Gefährten die alle ihre guten und schlechten Seiten haben. Jenna, Lilians beste Freundin, die am Ende des Buches eine tragische Rolle einnimmt und Dough. Dough ist sehr stur aber auch sehr mutig er nimmt auch am Ende des Buches eine sehr große Rolle ein. 
Die Bösewichte sind so wie man sie sich vorstellt. Sie sorgen dafür, dass man mit dem Buch nie seine Ruhe hat.
Das Cover des Verlags "Rütten und Loening" gefällt mir sehr gut. Man sieht einen Raben, der in dem Roman eine gewisse Position einnimmt und ein Amulett (?), das auch eine gewisse Bedeutung hat. Ansonsten ist das Buch in rot gehalten. Ein Zeichen für Blut, für Gefahr ? Man weiß es nicht. Meine Ausgabe ist von dem Weltbild Verlag. Es fehlt der große, schwarzen Rabe. Den man aber auf einer Münze wiederfindet zusammen mit einem Schriftzug. Auch diese Ausgabe ist in rot gehalten. (hier findet ihr meine Ausgabe).


3 1/2 Sterne von 5 Sternen
  • Punktabzug für die verstrickte mystische Handlung, dessen Umfang man so nicht erwartet
  • Punktabzug für einige schwer zu lesende Seiten
  • 1/2 Punktabzug für die Erklärungen im zweiten Teil, die überflüssig sind, weil man sich ja schon auskennt (vermutlich, sollten es ursprünglich 2 Bücher werden)
  • ein klitze kleiner Punktabzug für Schreibfehler, die aber sicherlich nicht von der Autorin kommen sondern von der Druckerei

Daten (Nicht von meiner Ausgabe)
Autor: Martina André
Name: Die Teufelshure
Taschenbuch: 662 Seiten oO (meine Ausgabe hat 748 Seiten ohne Danksagung!)
Verlag: Rütten & Loening
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3352007736 (meine Ausgabe: 978-3-86800-540-0)
Preis: 17,95 (bei Amazon)


Weitere Bücher der Autorin:
Das Rätsel der Templer
Schamanenfeuer
Die Gegenpäpstin

Diese Bücher werden auf meiner Wunschliste landen. Ich hab gelesen, dass sie besser sein sollen als "die Teufelshure".


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