Donnerstag, 21. April 2011

Rezension der Schrecksenmeister

Der erste Satz: Stellt euch den krankesten Ort von ganz Zamonien vor!

Klappentext: 
In Sledwaya, der Stadt, in der »das Gesunde krank und das Kranke gesund« ist, spielt der neue Roman des zamonischen Großschriftstellers Hildegunst von Mythenmetz. Er handelt von der Auseinandersetzung zwischen Echo, dem hochbegabten Krätzchen, und Succubius Eißpin, dem furchtbaren Schrecksenmeister Sledwayas, der Faust und Mephisto in einer Person zu verkörpern scheint. Dieser lässt nichts unversucht, um sich mittels der Alchimie zum Herrn über Leben und Tod aufzuschwingen – und dazu braucht er nichts notwendiger als das Fett von Echo, der gezwungen ist, einen teuflischen Vertrag mit Eißpin abzuschließen. 


Meine Meinung: 
Echo, ein junges Krätzchen,  muss auf den Straßen in Sledwaya, der kränksten Stadt ganz Zamoniens, leben, nachdem sein Frauchen gestorben ist. Halb verhungert wird er von Eißpin, dem Schreckensmeister Sledwayas, aufgenommen, unter der Bedingung, dass er zum nächsten Vollmond das Fett der Kratze bekommt. Echo, total verzweifelt durch seinen hungrigen Magen, willigt in den Kontrakt des Schreckensmeisters ein, da dieser ihm die köstlichsten Speisen verspricht. Zunächst verlaufen die Tage in dem Schloss des gefürchteten Schrecksenmeisters eher harmlos. Echo wird aufgepäppelt und gepflegt. Der Schrecksenmeister flöst ihm zusätzlich noch sein ganzes Wissen über die Alchemie ein, da er dieses Wissen in dem Fett der Kratze speichern will. Doch bald beginnt Echo nachzudenken. Er findet in dem leeren, furchtsamen Schloss tatsächlich Freunde, die eine Feindschaft zu dem Schrecksenmeister hegen. Er fängt an wieder abzunehmen und will auch den Vertrag mit dem Schrecksenmeister umgehen. Ob ihm das gelingt? Lest selbst !

Der Schrecksenmeister, ein kulinarisches Märchen aus Zamonien von Gofid Letterkerl, neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz und übersetzt von Walter Moers. Ein weiterer Roman von Walter Moers. Dieser hat mir, wie "Rumo" und "die Stadt der träumenden Bücher" wieder sehr gefallen. Wie jeder Moers Roman, den ich bisher gelesen habe war der Einstieg etwas schwieriger. Neue Wörter tauchen auf, die man noch nie gelesen hat. Einige Seiten muss man ganz genau lesen, da einige Charaktere in dem Roman sprachliche Besonderheiten hegen, die einen auf den ersten Blick vielleicht nicht auffallen. Aber wie bei Rumo, fand ich auch hier das Ende viel zu sehr an den Haaren her gezogen. Es endet mir einfach zu schnell, nachdem man sich auf den Seiten vor dem Ende fragt, wann es denn mal zu Ende ist. Also noch mal auf Deutsch. Am Anfang steigt man etwas schwer ins Buch ein, dann beginnt die eigentliche Handlung, von der man nicht genug kriegen kann und dann gibt es ein riiiiiiesen Höhepunkt der sehr weit ausgebaut ist und in dem eine schreckliche, gute, lustige Sache nach der anderen folgt. Aber so, dass es einen fast aufregt, weil dieser Höhepunkt ellenlang ist. Und dann folgt das Ende. Sehr abrupt. Und man steht da und denkt "Aha und das wars jetzt?". Ich finde Moers sollte daran arbeiten. 
Die Charaktere hingegen sind sehr gut ausgearbeitet. Echo ein schlaues und aufgewecktes Krätzchen, welches zu jedem Lebewesen eine freundschaftliche Beziehung aufbauen kann. Sei es Eißpin, ein gekochtes Gespenst oder ein stinkende Unke. Dann gibt es da natürlich noch seinen Gegner Eißpin. Eigentlich sind die beiden keine richtigen Feinde. Zwischen ihnen wächst eine außergewöhnliche Freundschaft, denn bald merken beide, das keiner ohne den anderen leben kann. Eißpin hat eine Vorliebe dafür, andere zu quälen. Er sorgt für Angst und Schrecken in Sledwaya und produziert auch schreckliche Krankheiten, mit denen die Menschen in der Stadt sich rumschlagen müssen. Echo jedoch hat keine Furcht vor ihm. Zumindest solange nicht, bis er an den verherenden Vertrag denken muss. Fjodor F. Fjodor, Izanuela oder die Ledermäuse sind die wahren Freunde von Echo, die ihm nichts böses wollen und ihn aus jeder brenzligen Situation retten.
Im großem und ganzen hat mir dieser Fantasy Roman gefallen, außer der schwere Einstieg und das schnelle Ende. 
Auf dem Cover sieht man Echo auf dem Dach des Schlosses. Es ist in blau gehalten und im oberen Teil sieht man die Ledermäuse. Da dieses Cover zu den anderen Romanen von Walter Moers passt, gefällt es mir sehr gut.

4 von 5 Sternen
  • Abzug für das schnelle Ende und den schweren Anfang

Daten:
Autor: Walter Moers
Name: der Schrecksenmeister
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3492253772
Preis: 10,95€

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