Montag, 21. März 2011

Rezension Totenreich

Erster Satz: Pater Nau fror.

Klappentext:
Die Heilkraft des Todes. Unheilvolle Dinge ereignen sich im Frankfurt des frühen Jahres 1533: Dreimal findet Pater Nau nach der Beichte blutiges Frauenhaar im Beichtstuhl. Dann wird am Mainufer die Leiche einer schwangeren Frau gefunden – ausgeweidet,vom Ungeborenen fehlt jede Spur. Und weitere Schwangere werden vermisst. Pater Nau gerät unter Verdacht. Nur die Richterswitwe Gustelies und ihre Tochter Hella glauben an seine Unschuld und beschließen, selbst zu ermitteln. Doch Hella begibt sich damit in höchste Gefahr, denn auch sie erwartet ein Kind ... 


Meine Meinung:

Pater Nau, der Onkel von Hella und Bruder ihrer Mutter Gustelies findet blutiges Frauenhaar in seinem Beichtstuhl. Er versteckt es um das Beichtgeheimnis zu wahren und wird verrückt durch dieses bedrückende Geheimnis. Seine Familie und Freunde verstehen ihn nicht und als er es nicht mehr aushalten kann, die Frauenhaare in seiner Kirche zu verstecken, will er sie Nachts loswerden. Er wird aber von dem Nachtwächter dabei gesehen. Zwar ist er froh darüber, die Haare loszusein doch in dem Verlies, in das er gesteckt wurde, wird er schwer krank. Familie und Freunde werden ganz krank vor Sorge und wollen ihn aus dem Verlies rausholen, weil sie an seine Unschuld glauben, denn die ganze Gemeinde hält ihn für den Mörder, der schwangere Frauen ausweidet. Die schwangere Hella nimmt die Sache in eigene Hand und gerät dabei in eine schreckliche Gefahr. 



Wie bei jedem Buch von Ines Thorn hat mir auch dieses Buch wieder sehr gefallen. Der einfache Schreibstil lässt einen nicht mehr los und man könnte das Buch an einem Tag durchlesen, weil es einen nicht anstrengt. Zwar ist "Totenreich" der dritte Teil um Gustelies, Hella, ihrem Mann dem Richter und Pater Nau doch "Galgentochter", "Höllenknecht" und "Totenreich" behandeln jeweils unterschiedliche, abgeschlossene Kriminalfälle, der Verbrechen von Frankfurt. Gustelies die Mutter von Hella, ist natürlich besorgt um ihre ganze Familie und versucht es allen Recht zu machen, so dass sich jeder wohl fühlt. Sie ist zwar streng, doch wenn es ernst und gefährlich wird, kommt ihr besorgtes Mutterherz zum Vorschein. In diesem Teil ist Hella schwanger. Sie ist die Frau von dem Richter Heinz Blettner und ihr und ihrer Mutter ist es eigentlich verboten, sich in die Criminalia einzumischen. Trotzdem machen sie es in jedem Fall und decken so manches Geheimnis auf. Pater Nau, der in diesem Teil den Pat des Protagonisten einnimmt hält das Leben für ein Graus  und die Welt für ein Jammertal. Einzig der Wein und sein bester Freund der Antoniter Bruder Göck können ihn aufheitern. Die Reihe "Die Verbrechen von Frankfurt" sind nicht nur spannende, historische Kriminalromane sondern auch amüsante Zeitvertreibe. Man fühlt sich in die Geschichte aufgenommen, sitzt mit den anderen in Gustelies Küche und wartet auf ihre zauberhaften Gerichte, von denen man nebenbei sogar die Rezepte erfährt. Der Autorin ist wieder ein fabelhafter Zusammenhalt der Personen gelungen, die alle zusammen agieren müssen um den Fall um den Frauenmörder aufzuklären.


Auf dem Cover ist wie bei den anderen Teilen eine Frau zu sehen, die ihre Arbeit verrichtet. In diesem Fall Putzt sie das benutzte Geschirr. Dadurch, das alle Cover ein ähnliches Motiv haben, erkennt man, dass sie zusammengehören. 


Mir hat nichts gefehlt in dem Buch. Ich habe es mal wieder genossen einen Roman von Ines Thorn zu lesen und gebe diesem Buch:


5 von 5 Sternen

Daten:
Autor: Ines Thorn
Name: Totenreich
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: rororo
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3499253713
Preis: 8,99 €

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