Mittwoch, 9. März 2011

Rezension Der Barde

Der erste Satz: Dünner, säuerlicher Regen fällt auf den Obstgarten vor meinem Fenster, doch ich danke Gott dafür.


Klappentext: Ein hungriger kleiner Dieb, ihm auf den Fersen ein blutrünstiger Sheriff – im mittelalterlichen Sherwood weiß der verzweifelte Alan nur eine Zuflucht: die Bande von Geächteten um den sagenumwobenen Robin Hood. Sehr bald erkennt der berüchtigte Outlaw, wen das Schicksal ihm da zugespielt hat – der Junge mit der wunderschönen Singstimme soll ihm als Spion dienen. Denn als Barde wird er Zutritt zu den allerhöchsten Kreisen haben … 




Meine Meinung: Alan, ein junger hungriger Dieb wird bei einem Diebstahl erwischt. Er entkommt den Händen der Soldaten und niest zum Ärgenis Sir Ralph Murdacs einen blutigen Klumpen auf dessen Umhang. Alans alleinerziehende Mutter weiß sich keinen anderen Rat, als ihren Sohn bei den berühmt berüchtigten Robin Hood unterzubringen. Alan sieht seine Mutter zum letzten Mal an diesem Tag. Sicher untergebracht bei Robins Männern, wird er zu dessen Leibdiener ernannt. Robin erkennt sogleich das Talent des kleinen Diebes: das Singen, und Alan? Der erkennt die Liebe zu Marie-Anne, Robins heimlicher Verlobten. Alan wir von Robins Gefolgsleuten im Kampf und gleichzeitig zum Barden ausgebildet. Er wird als Spion am  Hofe Eleanors, der Königin, eingesetzt. Es folgen turbulente Zeiten für den jungen Barden.


Das Buch wird aus Alans Sicht erzählt. Es gibt also den Ich-Erzähler, von dem man einige Male sogar angesprochen wird. Was mich zunächst etwas verwirrt hatte, da ich es noch nie hatte von einem Protagonisten angesprochen zu werden man empfindet den jungen Dieb aber dennoch als sehr symphatisch. Mit Alan zusammen lernt man die Gemeinschaft um Robin kennen.  Ja Bruder Tuck, der mit Robins religiösen Vorstellungen nie so richtig einverstanden ist, ist auch vorhanden. Mit zwei riesen Hunden, die der Autor ihm zur Verfügung gestellt hat. Was mir sehr positiv aufgefallen ist, dass in diesem historischen Roman auch mal die Pferde gewürdigt werden!!! Ich hatte noch keinen Roman, in denen von den Pferden gesprochen wird, die bei den Kämpfen ja auch so einiges zu Leiden haben und dabei auch sterben können. In den anderen Romanen scheinen sie keine Bedeutung zu haben oder sind anscheinend unverwundbar. Es gab aber auch einige negative Punkte ! Auf dem Klappentext steht, dass Alan als Barde zum Spionieren eingesetzt wird ....wo ist das bitte in dem Roman? Es wird nur auf sehr wenigen Seiten seine Karriere als Spion und Barde erwähnt, den Rest des Buches ist er mehr der Krieger. Klappentext passt also nich so wirklich zum Buch. Ich hatte auch einige Probleme mit den Namen, da es zwei Richards gab einmal einen guten und einen bösen... manchmal wusste ich nicht welcher gemeint war, aber das konnte auch an Unkonzentriertheit liegen. Aber anonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen, wenn ich dann mal zum lesen gekommen bin, wollte ich auch nicht mehr aufhören.


Das Cover finde ich sehr schön, aber ob es zum Buch passt ist auch wieder ne andre Frage. In dem Ornament könnte man den Wolf erkennen, der auch einige Male in dem Buch seine Rolle bekommt. Die Feder könnte viel bedeuten, eine Feder von einer Taube, die auch in dem Buch erwähnt werden oder steht sie für Bogenschützen? Ich weiß es nicht.  Auf jedenfall passt die rote Farbe, da sehr viel Blut fließt. Die Schrift "der Barde" ist hervorgehoben und man kann sie ertasten.


3 von 5 Sternen


Es soll ein zweiter Teil rauskommen, den ich auch sehr gerne lesen werde.

Daten:
Autor: Angus Donald
Name: Der Barde
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Knaur
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-426-50370-6
Preis: 8,95 €

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